Regeln
UFO & USDDN
Wir haben erstmalig in Deutschland die Regeln
der U.S.D.D.N. übersetzt. Nächstes Jahr werden in Europa
auch Turniere nach diesen Regeln stattfinden.
Auf den ersten Blick
scheint alles anders zu sein, glaubt man vielleicht doch, man muß seine
Freestyle Kür umbauen. Doch dem ist
nicht so. Vielmehr kann man sich den Aufbau einer Kür daran
erarbeiten und würde bei beiden Organisationen mit der selben
Kür gut abschneiden...wenn es läuft...oder wie man in
Amerika sagt: Every dogs has it`s day.
Bei Turnieren nach den U.F.O.
Regeln kommt es sehr auf die Catch Ratio an. Bei Richterseminaren
durften wir hinter die Kulissen des
Richtens blicken und haben uns beide Organisationen angeschaut.
Bei
der UFO nach dem DISC System bestimmt einerseits die Catch Ratio
in der Abteilung „C=Catch Ratio“ die Punktzahl, andererseits
wirkt sich eine schlechte Catch Ratio auch auf die Abteilung „S=Showmenship“ aus.
Man wird also doppelt bestraft, wenn der Hund etwas nicht fängt.
Um
bei der U.F.O. eine Platzierung zu erlangen, ist es am sichersten,
nur ganz sichere Elemente zu zeigen, damit der Hund auf jeden Fall
fängt. Die Schwierigkeit ist nicht so Ausschlag gebend.
Bei den
USDDN Regeln ist die Bewertung wie folgt:
Es gibt drei
Freestyle Richter, die jeweils nur den Hund, den Menschen und das
Team bewerten.
Der Hund sollte:
Eine gute Beutemotivation
zeigen, eine konstante Konzentration zeigen (wir kennen ja die
Hunde, die auf einmal anderes zu tun haben als
Frisbee spielen), gut apportieren (wobei darauf geachtet wird,
das dies kontrolliert geschieht, also der Hund weit weg vom Menschen
fallen lässt, auch nah apportiert, wenn gefragt oder auch in
die Hand abgibt), Athletik (Kontrolle bei Sprüngen und Landungen,
beim Rennen und Stehen Kontrolle und Konstanz halten).
Für den Griff des Hundes an der Scheibe gibt es ebenfalls Punkte.
(Also zum Beispiel: der Hund fängt sekundenbruchteile und lässt
sofort wieder fallen. Zeigt einen schlechten Aufbau des Hundes, gibt
Abzüge. )
Für jeden dieser Bewertungspunkte gibt es maximal 2,50 Punkte.
Als Höchstpunktzahl also 10 Punkte in der Abteilung Hund.
Bei
Menschen wird bewertet:
Die Kür sollte eine geplante Bewegung über das Spielfeld
darstellen. (also nicht in der Mitte stehen und werfen und danach
rumrennen und Scheiben einsammeln.) und eine Auswahl von verschiedenen
Würfen in verschiedener Länge und verschiedene Richtungen
beinhalten.
Die Wurfvielfalt wird bewertet. Dabei wird auf
mindestens 3 verschiedene Wurftechniken (Backhand, Sidearm, Overhand
Whristflip
z.B.) geachtet
und darauf, ob die Techniken variiert werden und unterschiedliche
Griffe gezeigt werden.
Der Umgang mit der Scheibe wird bewertet,
ob Würfe und Wechsel
in Würfen ohne Unterbrechung durchgeführt werden.
Die
Rhythmik des Teams wird bewertet, der sogenannte „Flow“,
ob Bewegungen des Teams und Übergänge fließend erfolgen.
Für jede dieser Segmente gibt es als Höchstpunktzahl 2,50
Punkte, macht also zusammen für die Bewertung des Menschen
10 Punkte.
Das dritte Element ist die Bewertung des Teams:
Hier wird darauf geachtet, das bestimmte Elemente
gezeigt werden. Also hier wird auch Schwierigkeit bewertet:
Dabei
muß man nicht alle Elemente zeigen, sondern nur 4 aus
sieben. Diese können sein:
Zwei verschiedene Overs (also über den Körper
springen des Hundes), oder:
Zwei verschiedene Sprünge (Sprünge,
bei denen 2 verschiedene Haltungen eingenommen werden, oder:
Mehrfachsegmente,
Minimum drei aufeinander folgende Würfe in
einer schnellen Reihenfolge. (Zum Beispiel der Flip des Hundes oder
normale Multiples, die zum Beispiel Todd und Levis in der Kür
zeigen. (Siehe Video)und:
Bewertet wird auch der Fang des Hundes
der Scheibe aus der Luft. (Das muss nicht sein, wenn dafür
andere Elemente gezeigt werden. Unser Rottweiler, der Frisbee spielt,
soll gar nicht hoch nach der Scheibe springen...) oder:
Die Bewegung des Teams bzw. die Choreographie.
(Wie koordiniert läuft das ab, bewegt man sich gemeinsam (Flip
und Drehung des Menschen z.B.), krabbelt der Hund unter den Beinen
durch u.s.w.)
oder:
Passierelemente (Würfe, die aufeinanderfolgen,
bei denen der Hund mindestens 2 Mal nahe am Werfer in gerader Linie
vorbeizieht)
oder:
Zick Zack Elemente (auch ganz gut zu sehen bei
Todd und Levis, er Hund bekommt Scheiben geworfen, bei denen er im
Zick Zack rennen
muß).
Für 4 Elemente aus sieben gibt es jeweils 2,50 Punkte als Höchstpunktzahl
also 10 in der Abteilung Team.
Auch die Minidistance bzw. Toss and
Fetch fließt in die Bewertung
mit ein. Allerdings ist auch hier einiges anders. Man hat 90 Sekunden
Zeit und bewertet werden nur die besten 5 Würfe.
Man braucht also keinen Malinois oder Border Collie, die recht
schnell zurückbringen, sondern kann auch mit einem Goldie
oder Labbie gut sein in dieser Disziplin.
Wenn der Hund sich allerdings
auf dem Feld versäubert, bekommt
man 5 Punkte abgezogen und ist damit chancenlos auf einen guten Platz.
Finden wir gar nicht schlecht, dann bemüht sich jeder, seinen
Hund vorher Gassi zu führen. Und wenn es mal passiert, ist das
ja auch kein Beinbruch...
Hier sind beide Bewertungskriterien genaustens übersetzt:
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